Am 2. Oktober lud der Landesseniorenrat die Kreissenioren- und die Stadtseniorenräte aus Nordwürttemberg und Nordbaden nach Heilbronn Böckingen ein.

Mit einem Themenschwerpunkt ‚Öffentlichkeitsarbeit‘, mit Impulsvorträgen, Praxisbeispielen und Workshops erhielten wir wertvolle Hinweise.

Presseinformation

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Starke Stimmen für eine sichtbare Seniorenarbeit: Erfolgreiche Regionaltagung der Seniorenräte in Böckingen
Heilbronn-Böckingen, 2. Oktober 2025 – Rund 60 Vertreter*innen der Seniorenräte aus Nordwürttemberg und Nordbaden kamen am Donnerstag zur Regionaltagung im Bürgerhaus Böckingen zusammen. Unter dem Motto „Öffentlichkeitsarbeit als Schlüssel für erfolgreiche Arbeit mit Senior*innen“ stand der Tag ganz im Zeichen von Sichtbarkeit, Wirksamkeit und Zukunftsfähigkeit der Seniorenvertretungen.
Seniorenräte leisten enorm wichtige Arbeit – sie verdienen dafür auch die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie brauchen, um wirksam zu sein,“ betonte Prof. Dr. Eckart Hammer, Vorsitzender des Landesseniorenrats Baden-Württemberg e.V., zur Eröffnung. Auch Michael Schneider, geschäftsführender Vorsitzender des Kreisseniorenrats für den Stadt und Landkreis Heilbronn e.V. bestätigte aus seiner Erfahrung heraus die Bedeutung der Sichtbarkeit für die Arbeit des Kreisseniorenrats: „Der Kreisseniorenrat Heilbronn setzt sich für ein starkes Miteinander in der Gesellschaft ein. Nur gemeinsam ist ein gutes Leben im Alter möglich. Eine wichtige Voraussetzung sind Kooperationen und eine zielgerichtete Zusammenarbeit.“
Die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kommunalverwaltung und Seniorenräten wurde in einem gemeinsamen Interview mit Martin Diepgen, Erstem Bürgermeister der Stadt Heilbronn, und Erhard Mayer, Vorsitzendem des Kreisseniorenrats Heilbronn, deutlich hervorgehoben. „Es ist elementar, den Wert des Gegenübers zu erkennen, zu nutzen und zu schätzen. Für eine gute Zusammenarbeit ist zudem eine verbindliche Struktur unabdingbar, um eine frühzeitige Einbindung in Entscheidungsprozesse zu ermöglichen“, so der Erste Bürgermeister Martin Diepgen. „Unser Miteinander mit der Stadtverwaltung basiert auf einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe und auf gegenseitigem Vertrauen“, ergänzte Mayer.

Gelebte Praxis, die überzeugt

Best-Practice-Beispiele aus Talheim, Neckarsulm und Weinsberg zeigten eindrucksvoll, wie erfolgreiche Zielgruppenansprache vor Ort funktioniert – sei es durch kreative Formate, starke Netzwerke oder generationenübergreifende Ansätze.
Andrea Förster, Quartiersmanagerin aus Neckarsulm, erklärte: „Unsere Arbeit beginnt nicht bei der Veranstaltung, sondern bei der Beziehung. Öffentlichkeitsarbeit bedeutet auch, auf Augenhöhe präsent zu sein – analog und digital.“

Impulse, die bewegen – Workshops, die befähigen
Ein besonderer Höhepunkt waren die Workshops und der einleitende Impulsvortrag „Seniorenratsarbeit mit Pfiff“, in denen neuen Wege einer modernen, partizipativen Seniorenvertretung aufgezeigt wurden. In den Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden praxisnahe Strategien, z. B. zur Formulierung wirkungsvoller Botschaften, zur Förderung von Vielfalt im Gremium oder zur Vermittlung von Inhalten im „Elevator Pitch“-Stil
„Gerade im Ehrenamt ist es wichtig, unsere Themen schnell und überzeugend auf den Punkt zu bringen. Der Workshop dazu hat mir wertvolle Impulse gegeben,“ so eine Teilnehmerin.

Offener Austausch mit Blick nach vorn
In einer abschließenden offenen Runde diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen – vom Generationenwechsel in den Gremien über digitale Teilhabe bis hin zur politischen Verankerung der Seniorenratsarbeit. Dabei wurde klar: Öffentlichkeitsarbeit ist nicht Kür, sondern Voraussetzung für Mitgestaltung.
„Die Tagung hat gezeigt: Seniorenvertretungen sind längst kein stiller Beirat mehr – sie sind Stimme, Gestalterin und Impulsgeberin für eine generationengerechte Gesellschaft,“ resümierte Prof. Dr. Eckart Hammer zum Abschluss der Veranstaltung.
Der Landesseniorenrat Baden-Württemberg e. V. ist ein Zusammenschluss von Kreis- und Stadtseniorenräten, Seniorenverbänden und Landesorganisationen, die auf dem Gebiet der Altenarbeit tätig sind. Die Aufgabe des Landesseniorenrats ist die Vertretung der Interessen älterer Menschen gegenüber Regierung, Politik, Verbänden und Organisationen mit dem Ziel, die vielen Facetten des Alters in der Öffentlichkeit zu verankern. Dabei geht es um gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Sicherheit der fast drei Millionen Menschen über 60 Jahre im Südwesten Deutschlands. 1974 als Dachverband gegründet, arbeitet der Landesseniorenrat in Baden-Württemberg unabhängig, überparteilich und überkonfessionell.